Halswirbelsäule

Halswirbelsäule

Bandscheibengewebe kann aus der Bandscheibe austreten und auf einen Nerven drücken.
Die Folge sind heftigste Schmerzen und sogar Schädigungen der Nerven, sowie Lähmung oder Taubheit.

Häufig ist der Körper in der Lage einen Vorfall zu "verarbeiten" und zu schrumpfen. Dies gelingt aber nicht immer. Es kann aber auch sein, dass ein Abwarten nicht vertretbar ist. In solchen Fällen muss der Vorfall entfernt werden. Es existieren verschiedene Methoden.

Bei der klassischen Operationstechnik erfolgt zunächst von vorne eine Ausräumung der nicht mehr intakten Bandscheibe. Im Anschluss daran werden der Spinalkanal, in dem das Rückenmark verläuft, sowie die sogenannten Neuroforamen, die als Austrittskanäle für die Nervenwurzeln dienen, dekomprimiert, also erweitert. Auf diese Weise entsteht Platz für Rückenmark und Nerven, damit verbunden ist die Chance einer funktionellen Erholung sowie ein Rückgang der Schmerzen. Abschliessend wird in das operierte Segment ein Platzhalter aus Titan oder Kunststoff eingebracht. Wie kaum ein anderes operatives Fachgebiet hat die Wirbelsäulenchirurgie durch Veränderungen der Operationstechnik und insbesondere die Entwicklung von neuen Implantaten in den letzten Jahrzehnten eine stürmische Entwicklung vollzogen. In der Neurochirurgie werden alle aktuellen Bandscheibenersatz- Implantate eingesetzt. Die Entscheidung für ein bestimmtes System (Kunststoff, Titan, Bandscheibenprothese) wird individuell gemeinsam mit dem Patienten an Hand der klinischen und bildgebenden Befunde gefällt.

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